Wenn die Geschäfte unerwartet gut laufen, freut das die Aktionäre - und macht sie in Sachen Corporate Governance unaufmerksam. Das nutzen Vorstände gnadenlos aus, zeigt eine Studie.
Der Euro-Rettungsschirm - über den der Bundestag diese Woche abstimmt - ist unverzichtbar zur Lösung der Euro-Krise. Er sollte herangezogen werden, um eine Umschuldung Griechenlands zu ermöglichen. Ein Aufruf von zehn Topökonomen aus Frankreich und Deutschland.
Im Rahmen einer Arbeit an der Uni St. Gallen ist das Verhalten von professionellen Händlern untersucht und mit dem von diagnostizierten Psychopathen verglichen worden. Die Resultate sind beunruhigend.
As the bonus culture in the financial sector once again comes under attack, this column rubbishes the typical defence that banks need to pay top dollar to attract the best talent.
Der Anstieg der Staatsschulden seit 2007 hatte zwar auch mit der folgenden tiefen Rezession zu tun, vor allem aber mit den gewaltigen Summen, die plötzlich für die Stabilisierung des taumelnden Finanzsektors mobilisiert werden mussten.
Nouriel Roubini hat mit seinem Pessimismus oft richtig gelegen. Jetzt warnt er eindringlich vor einer zweiten Depression und erklärt in acht Punkten, wie das Abgleiten in eine schwere globale Krise zu verhindern ist.
An einem Schuldenschnitt für Griechenland führt kein Weg vorbei, sagt Kenneth Rogoff. Im FAZ-Gespräch redet der ehemalige IWF-Chefökonom über den Euro als „Ansteckungsmaschine“, die kommende Transferunion, Inflation als Ausweg und die Rettung der Banken.
Der Rückkauf von Staatspapieren durch den EFSF soll die Schuldnerstaaten entlasten und die Gläubiger beteiligen – indem diese auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Tatsächlich sind es jedoch die Gläubiger die profitieren, während die Schuldnerstaaten leer ausgehen.
Damit die Banken einer Staatsinsolvenz trotzen können, brauchen sie frisches Kapital. Eine zwangsweise Rekapitalisierung gefährdeter Banken könnte die Rettungsfonds für hoch verschuldete Euroländer ersetzen. Die Steuerzahler käme dies wesentlich günstiger.
Der Bundestag wird den gigantischen Euro-Rettungsschirm nächste Woche erweitern. Leider! Denn damit begeht die Politik einen weiteren fatalen Irrtum. Es gibt nur eine vernünftige Lösung für die Schuldenkrise – und sie ist sogar die günstigste.
Der deutsche Widerstand gegen Schuldenerlasse ist ein Zeichen schlechten Wirtschaftens, schlechter (Außen-) Politik und schlechter Geschichtskenntnisse. Die Deutschen sollten sich an das Reparationsfiasko der 1920er Jahre erinnern.
Die Freunde des Elitenprojektes einer demokratisch nicht legitimierten weiteren Zentralisierung politischer Kompetenzen in Europa bis hin zu einer Transferunion sind falsche Freunde Europas.
Der renommierte deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn kritisiert die Euro-Rettungsschirme – und fordert eine Rosskur. Die maroden Staaten müssten noch einmal ganz von vorne beginnen.
Was viele – geprägt von den Zeiten vor der Finanzkrise – momentan für „verantwortliches Handeln“ halten, ist genau das Gegenteil von dem, was erforderlich wäre. Kein Wunder nimmt die Krise kein Ende und verschärft sich sogar von neuem.
Zwischen 1883 und 1889 führt Bismarck zunächst eine umfassende Krankenversicherung, sodann eine Unfall- und schließlich eine Invalidenversicherung ein: Der Grund für den Erfolg der Marktwirtschaft in Deutschland.
Der Hamburger Ökonom Thomas Straubhaar nimmt Stellung zu den Problemen der Eurozone - und verweist auf die USA, wo es einzelne Bundesstaaten gibt, die pleite sind.
Zu wenig Akademiker, Meister, Techniker – der OECD-Bildungsbericht beklagt wieder einmal die zu geringe Hochqualifiziertenquote in Deutschland und übersieht einmal mehr eine deutsche Besonderheit.
Wird die Welt besser, wenn alle Euro-Länder Verschuldungsregeln einführen? Von wegen, schreibt Gustav Horn im Gastbeitrag. Es käme zu erbitterten Verteilungskämpfen.
Hans-Werner Sinn hält Griechenlands Verbleib in der Währungsunion für problematischer als einen Austritt. Athens Problem sei die Wettbewerbsfähigkeit, sagt der Ifo-Präsident.
Eurobonds werden die Schuldenkrise nicht lösen. Eine Entwicklungsunion wäre die bessere Lösung. Die Unterteilung der Probleme in Liquiditäts-, Solvenz- und Strukturprobleme ist für solch eine Union unabdingbar.
The raft of declarations from policymakers around the world suggests: They still do not to understand how dangerous the situation is, or they do not understand what they need to do, or they are unwilling to do what they know must be done.
Wenn ein zauderndes Deutschland im letzten Quartal tatsächlich in eine Rezession schliddern sollte, dann hat ein Land besonders Schuld daran: Deutschland selbst.
Kritiker werfen der Europäischen Zentralbank vor, sich immer mehr von den vermeintlich guten alten Prinzipien der Bundesbank zu verabschieden. Vor allem der Kauf von Staatsanleihen gilt vielen als Todsünde. Dabei machen die Währungshüter genau das Richtige.
Die Staatsverschuldung Spaniens beläuft sich laut IWF-Zahlen auf 63,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, jene von Grossbritannien dagegen auf deutlich höhere 83,9 Prozent. Dennoch bezahlt Spanien sehr viel höhere Zinsen für seine Staatsschulden – warum?
Das Urteil der neoklassischen Kapitalmarkttheorie, die noch immer den „state of the art“ für sich reklamiert, über Börsenturbulenzen ist ebenso klar wie konsequent, doch leider falsch.
Der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank geht von Bord. Seine Gründe sollen persönlich sein, doch das, woran er fest glaubte, könnte sich ohnehin überlebt haben.
Ab einer gewissen Größe ist der Finanzsektor eines Landes eher eine Gefahr für die wirtschaftliche Entwicklung als ein Wachstumstreiber.
Jürgen Stark ist als Chef-Volkswirt der EZB zurückgetreten. Warum ist das wichtig? Weil Stark die deutsche Radikal-Position des ewigen „Njet“ zu allen unorthodoxen Maßnahmen zur Eurostützung vertritt wie kein anderer.
Die Grunderwerbsteuer stellt für die Länder eine wichtige Einnahmequelle dar, seit 2006 verbunden mit Steuersatzautonomie. Es verwundert deshalb nicht, dass die Länder die Steuer zur Konsolidierung ihrer Haushalte nutzen – mit bedenklichen Folgen.
Konjunkturprogramme und die Rettung des Bankensystems haben die Staatsverschuldung nach oben getrieben. In vielen Fällen wurden die Schulden über Derivate finanziert, die die Höhe der Defizite verschleiern und die Spekulationen über die Finanzstabilität der Länder anfachen.
Jürgen Stark ist abgetreten, weil er mit dieser Art Krise schon seit längerem überfordert war und weil die deutsche Ordnungslehre, die er stoisch und ohne Sicherheitsprüfung jahrelang gepredigt hat, auf so eine Krise keine wirklich konstruktiven Antworten hat.
Wirtschaftlich gesehen sind Staatsschulden kein Grund für Angst. Problematisch wird es, wenn die Menschen das Vertrauen in die Politik verlieren – und sich die Politik von den Finanzmärkten diktieren lässt, was zu tun sei.
Wie kann man die Superreichen wieder stärker in die Progressionsbesteuerung integrieren? Dazu muss man deren Vermögen oder Einkommen genauer veranlagen. Das ist möglich, wenn man sich auf die wirklich Reichen beschränkt.
Wetten gegen den Euro, dubiose Finanzkonstrukte und Spekulationen ohne Risikobewusstsein: Die Manager von deutschen Top-Unternehmen rechnen mit den Praktiken der Finanzwirtschaft ab – in ungewohnt deutlichen Tönen.
Es gibt nur noch einen Weg aus der multiplen Krise: Es geht um des Monsters Zähmung, um das Primat der Politik über die Märkte.
Das Herz jeder Volkswirtschaft ist der Mechanismus, durch den Geld von den Sparern zu den Investoren kanalisiert wird. Diese Funktion erfüllen die Kapitalmärkte. Allerdings können sie zusammenbrechen, wenn sich die Risikowahrnehmung plötzlich stark ändert.
Für Arbeitgeber kann es sinnvoll sein, die finanzielle Beteiligung ihrer Mitarbeiter in Krisenzeiten zu forcieren, beispielsweise zur Kapitalstärkung des Unternehmens oder als Flexibilitätspuffer bei Auftragsschwankungen.