Hier finden sich eine Reihe von interessanten Informationen zu steuerlich wesentlichen Sachverhalten, die vielfach auf schwer zugänglichen statistischen Unterlagen, Haushaltsdaten und teilweise auch Schätzungen beruhen.
Der Stabilitätspakt bleibt untauglich. Denn er berücksichtigt nur die Schulden des Staates. Er müsste aber auch die Verbindlichkeiten von Firmen und Privathaushalten in den Blick nehmen.
Keynes-Biograf Robert Skidelsky stellt in seinem vielseitigen und umfassenden Werk die aktuelle Krise und die Versuche, sie zu bewältigen, den Lehren des Ökonomen gegenüber.
Paul Krugman: All the facts suggest that high unemployment in America is the result of inadequate demand. Structural unemployment is a fake problem, which mainly serves as an excuse for not pursuing real solutions.
Sind die Exportüberschüsse Deutschlands Ausdruck einer erfolgreichen Wachstumsstrategie und Lohnzurückhaltung ein notwendiges Mittel?
Ein Gutachten im Auftrag des BMF empfiehlt die weitgehende Abschaffung ermäßigter Sätze bei der Mehrwertsteuer. Ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz sei nur für Lebensmittel gerechtfertigt.
Buchtipp: Norbert Häring, Markt und Macht. Was uns als unabdingbare Forderung ökonomischer Vernunft verkauft wird, dient häufig nur den wirtschaftlichen Interessen bestimmter Gruppen.
Die Finanzindustrie jammert über „Basel III“. Volkswirte fordern noch strengere Auflagen für Banken und machen sich keine Sorgen um die Folgen für die Weltwirtschaft.
Die Regierung will die Umsatzsteuer reformieren. In der aktuellen Ausgabe des Wirtschaftsdienst diskutieren renommierte Finanzwissenschaftler das Für und Wider einer solchen Reform.
Wolfgang Scherf: Die hessische Landesregierung will die „Schuldenbremse“ in der Landesverfassung verankern und eine Volksabstimmung darüber abhalten. Beides wird der gesamtwirtschaftlichen Problematik nicht gerecht.
Der Ökonom Ernst Fehr erhält den Gustav-Stolper-Preis 2010. Ein Gespräch über irrationales Verhalten, das Ende des homo oeconomicus und die Fehler der Ökonomenzunft.
Wer als Ökonom erfolgreich sein will, muss in den besten US-Fachzeitschriften publizieren. Dabei sind die Chancen ungleich verteilt. Abweichende Meinungen kommen bei den Top-Zeitschriften wenig gut an.
Gustav Horn: Europas Wirtschaft hat sich nicht erholt, sondern wird noch immer von staatlichen Hilfen gestützt. Ein harter Sparkurs ist daher gefährlich.
Mark Schieritz: All jene, die mit dem Verweis auf Deutschland die Vorteile eines strengen Konsolidierungskurses aufzeigen wollen, sollten sich besser ein anderes Beispiel suchen.
DB Research: Ein Abbau des deutschen Leistungsbilanzüberschusses ist notwendig. Ursache der jüngsten Krise waren strukturelle Fehlentwicklungen der Defizit- und der Überschussländer.
Mark Schieritz: Karl Marx war nicht der einzige Ökonom des 19. Jahrhunderts, der dem Kapitalismus eine düstere Zukunft vorausgesagt hat.
Paul Krugman: I had hoped that we would do better this time. But it turns out that politicians and economists alike have spent decades unlearning the lessons of the 1930s, and are determined to repeat all the old mistakes.
Thomas Fricke: Die Finanzkrise hat allerlei Weltschwarzseher zu Popstars werden lassen. Obwohl etliche prophezeite Desaster ausblieben.
Martin Wolf: Der US-Präsident hat im Kampf gegen die Rezession den richtigen Weg eingeschlagen, war dabei aber zu zaghaft. Das rächt sich nun.
Jean Pisani-Ferry: Besteht durch die Ausgabenkürzungen in vielen Ländern die Gefahr, eine Double-Dip-Rezession heraufzubeschwören?
J. Bradford DeLong: Kritiker staatlicher Konjunkturpolitik behaupten, die hohe Arbeitslosigkeit sei nicht konjunkturell, sondern strukturell bedingt und könne durch eine höhere Gesamtnachfrage nicht reduziert werden. Sie liegen falsch.
Jeffrey D. Sachs: In Bhutan ist die wirtschaftliche Herausforderung nicht das Bruttoinlandsprodukt, sondern das Bruttonationalglück (BNG).