In Zeiten schneller Veränderung klopft die Realität gern an die Tür. Doch die meisten machen nicht auf – sie basteln sich die Welt, wie es ihnen gefällt. Das Irrationale wird zum Normalfall.
Wenn die anderen mehr sparen, müssen wir mehr ausgeben. Sonst herrscht in Europa Stillstand – beziehungsweise die Deflation.
Sparen! Sparen! Sparen! Keine andere Aufforderung schlägt einem derzeit in Zeitungen, Fernsehen und Internet mit größerer Dringlichkeit entgegen.
Eine Aufteilung der Staatsschulden in Senior-Tranchen (Blue Bonds: Schulden bis zu 60% des BIP) und Junior-Tranchen (Red Bonds: über 60% des BIP hinaus gehende Schulden) könnte den Stabilitäts- und Wachstumspakt stärken.
Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz plädiert für die Finanztransaktionssteuer. Die Spekulation ließe sich mit dieser Steuer eindämmmen.
Die Bundesregierung möchte unsere Schuldenbremse am liebsten in der ganzen Welt zwangseinführen. Dabei ist eher zweifelhaft, ob das die Euro-Krise löst. Dringender wäre eine Euro-Wirtschaftspolitik.
Wenn der Staat zu viel spart, reißt er die ganze Wirtschaft mit sich – und die Defizite werden dann genauso hoch, wenn nicht sogar höher sein als vorher.
Nichts spricht derzeit für eine schnellere Geldentwertung. Im Gegenteil – Europa steht ein deutlich schlimmeres Szenario bevor: fallende Preise.
Wenn wir menschliche Entscheidungen vom Gesichtspunkt der Identitäten und gesellschaftlichen Normen der Entscheidungsträger her untersuchen, erhalten wir neue Antworten auf viele verschiedene wirtschaftliche Fragen.
Warum fiskalischer Wettbewerb nützlich sein kann, aber auf internationaler Ebene nicht funktioniert.
Der Abwertungswettlauf hat begonnen. Jedes Land versucht über restriktive Politik Wettbewerbsvorteile zu erlangen – mit dem Ergebnis, dass am Ende alle schlechter dastehen.
Das Schuldenproblem ist nicht das größte und vordringlichste Problem Europas, sondern eine Folge der geringen wirtschaftlichen Dynamik.
Kein Ökonom hat die Krise kommen sehen? Von wegen! Gleich drei Volkswirte haben jetzt einen Preis dafür bekommen, dass die frühzeitig vor dem Untergang gewarnt haben. Lesen Sie, wer die besten Schwarzseher waren.
Das herablassende Auftreten deutscher Politiker in der Griechenland-Krise weckt Ressentiments. Unterschwellig streiten Gläubiger und Schuldner um Fragen der Macht und der Moral.
Die EU und die Bundesregierung wollen Ratingagenturen strenger kontrollieren. Den wichtigsten Punkt tasten sie aber nicht an: den Anreiz, Investmentbanken und Fondsmanagern Gefälligkeitsgutachten zu erstellen.
Harvard-Forscher Kenneth Rogoff studierte die Geschichte der Staatspleiten und entwickelte eine faszinierende Theorie. Jetzt ist er der Star der Stunde.
Die Rettungsprogramme für die angeschlagenen Euro-Länder sind alternativlos. Aber was passiert mit der Konjunktur, wenn sich mehr und mehr Länder zu einem stärkeren Sparkurs gezwungen sehen?
Die Europäer haben mit ihrem Hilfspaket von 750 Milliarden Euro eines der größten Stoppschilder gegen die Spekulation aufgestellt, die es je gab. Ob die Finanzmärkte daraus aber lernen, ist fraglich. Denn die Spekulanten werden für ihre eigenen Fehler nicht bestraft.
Die Staatsverschuldung als Instrument der Wirtschaftspolitik: Der Beitrag erklärt den Unterschied zwischen guten und schlechten Schulden.
Deutschland ist schuld, wenn die Griechenland-Krise auf die Weltwirtschaft überschwappt. Die irrationalen Lemminge an den Finanzmärkten müssen beruhigt werden - oder der Euro ist Geschichte.
Rating-Agenturen verschärfen Krisen, statt sie zu verhindern. Weil die Anbieter ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, ist es höchste Zeit für einen radikalen Schnitt. Die Firmen müssen entmachtet und zerschlagen werden.
Die Länder, deren Defizite infolge der globalen Rezession in die Höhe geschossen sind, sollten nicht in eine Todesspirale gezwungen werden.
Schon erstaunlich, wie viele Griechenlandexperten es in Deutschland plötzlich gibt. Fragt sich nur, warum uns vorher keiner was von den maroden Griechen erzählt hat; und warum Griechenland nicht schon lange pleite war.
Sind die Deutschen mit Schuld an den Problemen Griechenlands? Haben sie als Exporteure „Koch und Kellner“ für die Länder gespielt, die eine Party feierten?
Trotz fehlender klarer Anzeichen für seine Überlegenheit wird der Staat als segensreiche Kraft angesehen, die eine aktive Rolle innerhalb der Wirtschaft spielen sollte.
Experimentelle Wirtschaftsforscher und Spieltheoretiker streiten über die richtige Forschungsmethode. Will der Mensch nur seinen Gewinn oder Nutzen maximieren oder bestimmen auch Werte sein Handeln?
Der Versuch, Komplexität durch Näherungsverfahren zu beherrschen, führt häufig zu verzerrten Wahrnehmungen und systematischen Fehlern.
Dan Ariely zeigt, wie unsere Entscheidungen gelenkt werden und weshalb wir in vielen Lebenssituationen zu unserem eigenen Nachteil handeln.
Auf ZEIT ONLINE schreiben drei Ökonomen über das Spannungsfeld von Markt und Freiheit. Wie frei darf und muss eine Marktwirtschaft sein?