Die Finanzkrise hat die moderne Makroökonomie in Verruf gebracht. Kritiker stoßen jedoch bei führenden Vertreter des Fachs auf taube Ohren.
Im kommenden Jahr werden die Sparpakete im In- und Ausland die Konjunktur dämpfen, erklärt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) zu seiner neuen Prognose.
Deutschland und seine Nachbarländer können aus der Verschuldung nur herauswachsen. Dafür müssen sie kräftig in Bildung, Gesundheit, Umwelt und Infrastruktur investieren.
H.-W. Sinn: „Zinsspreads zwischen sicheren und riskanten Anlagen sind für funktionierende Kreditmärkte normal. Sie signalisieren potenzielle Risiken und zwingen die Kreditnehmer zur Schuldendisziplin. Genau das braucht Europa“.
Die Gewerbesteuer ist aus Expertensicht die falsche Einnahmequelle für Kommunen. „Sie ist viel zu konjunkturanfällig und sollte ersetzt werden“, sagte der Gießener Finanzwissenschaftler Wolfgang Scherf.
Weil sie die Finanzkrise nicht ahnten, müssen sie viel Spott einstecken. Welche Lehren ziehen Deutschlands Ökonomen daraus? Was empfehlen sie jetzt?
Vor dem G20-Gipfel steigern sich die Deutschen in Böse-Welt-Theorien hinein, statt Kritik an ihrem Wachstumsmodell zu kontern – und einen schlauen Deal zu machen.
Im transatlantischen Streit über die Wirtschaftspolitik Deutschlands schlagen die Wogen immer höher: Der Nobelpreisträger Paul Krugman spricht von Zombielügen und Kanzlerin Merkel wendet sich ans amerikanische Volk.
Joseph Stiglitz legt mal wieder ein besonders kritisches Werk vor. Hier finden Sie (befristet) eine Kurzrezensionen von getAbstract.
Paul Krugman: German deficit hawks feels more than a bit like arguing with U.S. Iraq hawks back in 2002: They know what they want to do, and every time you refute one argument, they just come up with another.
Interview mit Carl Christian von Weizsäcker zu Staatsschulden, Sparpolitik und Schuldenbremse.
Die Regierung könnte den Haushalt durch Subventionskürzungen sanieren. Nach dem Kieler Subventionsbericht beläuft sich das Sparpotenzial auf rund 129 Mrd. Euro.
Es ist Zeit, die wahren Leistungsträger der Gesellschaft nicht weiter zu belasten. Das gilt auch für das Sparpaket.
Euroland auf dem Prüfstand: In dieser Publikation analysieren 6 Autoren die aktuellen Probleme der Europäischen Währungsunion.
Der „Rettungsschirm“, der in Brüssel aufgespannt wurde, soll Angriffe auf den Euro abwehren. Die wurden freilich ermuntert durch das Zögern der Euroländer und durch die Fehler der Regierung in Berlin.
Produzieren kann jeder Depp. Es kommt aber darauf an, die Nachfrage anzukurbeln. Werner Vontobel meint, das geht nur mit höheren Löhnen und geringerer Arbeitszeit. Er plädiert für eine andere Wirtschaftspolitik.
Auf der Basis ökonomischer Modelle prognostizieren Gert G. Wagner und Jürgen Gerhards den Ausgang der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.
Das Bundeskabinett hat in seiner Klausurtagung am 6. und 7. Juni die Grundlagen für die Haushaltskonsolidierung bis 2014 festgelegt.
Das angebliche Riesensparpaket ist eine Ansammlung von Luftbuchungen, falschen Signalen und beliebigen Einzelpunkten. Daher kann es besonders leicht zerpflückt werden.
Staatsschulden sind zugleich privates Vermögen. Doch Defizite werden in der deutschen Debatte nur negativ gesehen. Zu Unrecht, meint Carl Christian von Weizsäcker. Beide Seiten desselben Phänomens seien zu beachten.
Nun stehen die Institute fest, die künftig die Frühjahrs- und Herbstgutachten für die Regierung machen sollen: Schluss mit der Meinungsvielfalt!
Die Deutschen stauchen andere gern zusammen, die angeblich keine Stabilitätskultur haben. Sind wir im Ergebnis so viel stabiler?
Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie untersucht in seinem neuen Gutachten die „Reform von Bankenregulierung und Bankenaufsicht nach der Finanzkrise“.
Die Europäische Zentralbank wird durch ihr Programm zum Ankauf von Staatsanleihen zu einer Bad Bank, in der die privaten Banken ihre Risiken abladen. Das ist der Preis für die Abwendung der Katastrophe.
Die Regierungen überschuldeter kleiner Länder können durch eine Radikalkur innerhalb kürzester Zeit ihre Finanzen in Ordnung bringen.
Vom toten Hund der Ökonomen zu einem Stichwortgeber für die Reform der Disziplin: Robert Skidelsky gibt John Maynard Keynes einen großen Auftritt.
Nach welchen Regeln funktionieren die Finanzmärkte? Antworten schöpft John Kenneth Galbraith aus vier Jahrhunderten Kulturgeschichte.
Finanzmärkte produzieren nichts, sie investieren auch nicht wirklich, sondern sie leben einzig und allein davon, dass sie auf einen fahrenden Zug aufspringen, und versuchen, rechtzeitig wieder abzuspringen.
Peter Bofinger erklärt im FR-Interview, warum Deutschland alles andere als ein Vorbild für andere Staaten ist – und warum die deutschen Defizite nicht zu hoch, sondern zu niedrig sind.